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Cambodian Round-Up

Posted in Thailand, Cambodia 2008 at Wednesday, December 03, 2008 5:47 AM W. Europe Standard Time

Lange nichts von uns gehört? Wir waren auf der Insel, ohne Strom und fließend Wasser. Doch von vorn:

Phnom Penh

Wir haben unseren Tag in Phnom Penh genutzt um die Sehenswürdigkeiten der Stadt anzusehen. Dazu gehörte neben der Silbernen Pagode (als Teil des Königspalastes) auch ein tragisches Denkmal der jüngeren kambodschanischen Geschichte: Das Gefängnis "S-21" in dem vor weniger als 30 Jahren ca. 10000 Menschen gefangen gehalten, verhört, gefoltert und getötet wurden. Der Trakt des S-21, ein Areal von 600 x 400 m wurde vor der Machtergreifung der Roten Khmer als Schule genutzt und ist heute größtenteils so erhalten wie es nach der Befreiung von Phnom Penh vorgefunden wurde. In den Einzelhaftzellen stehen immer noch die gleichen Betten auf denen die Gefangenen, also Intellektuelle, Lehrer und Brillenträger angekettet ihr jämmerliches Dasein fristen mussten. Im Zusammenhang mit der Geschichte der empfielt sich die Lektüre des Buchs "First They Killed My Father" von Luong Ung. Robert besitzt ein deutsches Exemplar, Gunnar die englische Ausgabe.

Außerdem haben wir den Zusammenfluss von Tonle Sap und Mekong besucht und haben die Stadt zu Fuß erkundet. Phom Penh vermittelt dabei das Gefühl einer langsam wachsenden Großstadt; die meisten Straßen sind eher klein, Hochhäuser über ~16 Stockwerke gibt es überhaupt nicht.

Rabbit Island

Am nächsten Tag haben wir uns auf Empfehlung von Rita nach Süden auf eine kleine Insel namens Koh Tonsay begeben. Das auch Rabbit Island genannte Fleckchen Erde liegt kurz vor der Vietnamesischen Grenze, was auch die Frage des Grenzbeamten am Pier erklärt: "Which nationality?" – "German". — Passkontrolle kann so einfach sein.

Unsere vier Tage auf der Insel waren geprägt von viel Entspannung, Lektüre, Feuer am Strand, Feierabendbierchen und Seafood. Bewohnt haben wir zusammen mit sehr wenigen anderen Backpackern eine der Strohhütten an einem der drei Strände der Insel. Tatsächlich ist nur "unser" Strand touristisch erschlossen, d. h. es gibt abends für 2, 3 Stunden Strom aus dem Dieselgenerator und eine Toilette. Die anderen Strände sind im Besitzt der einheimischen Insulaner, die Seetang anbauen. Die Inselumrundung haben wir entspannt in 3 Stunden geschafft.

Beobachtungen

Während der Zeit in Kambodscha sind mir einige Dinge aufgefallen, die aus meiner Sicht Erwähnung verdienen:

  • In unregelmäßigen Abständen befinden sich Werbetafeln für die großen Parteien (FUNCIPEC, Cambodian People Party) direkt an der Straße. Ein Einheimischer erklärte mir, dass die Leute Werbung machen, ohne dass die dafür Entlohnung erhielten, sondern das aus Überzeugung tun und um Nachbarn für ihre favorisierte Partei zu gewinnen. Dabei kann es sein, dass Nachbarn rivalisierende Parteien vertreten, was aber kein Konflikt darstellt.
  • Wer sich nicht von den kambodschanischen Bauern unterscheiden will, baut am besten Reis an. Die Reisernte hat gerade begonnen und verwandelt die vormals sattgrünen Felder in braune Steppe. Die grasenden Wasserbüffel freut es. Der Reis wird nach der Ernte noch ungeschält getrocknet, was auch gern am Straßenrand passiert. Vermutlich ist der heiße Asphalt in Kombination mit dem Straßenstaub hilfreich :)
  • Tiere werden prinzipiell freilaufend gehalten, ich habe keine Ställe gesehen.
  • In Kamdoscha werden zwei Währungen akzeptiert: Gezahlt wird meist in Dollar, Wechselgeld erhält man in Riel. 1 Dollar entsprechen 4000 Riel. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die gemischten Währungen die Bezahlung von Rechnungen nicht einfacher machen.
  • Frisches Obst wird viel seltener verkauft als in Thailand. Auf der Insel gab es z. B. nur Kokosnuss, zu Lande auch mal eine Mango. Früchtewägen wie aus Thailand bekannt sind mir nicht zu Augen gekommen. Auf dem Marktplatz werden Waren zu ebener Erde angeboten, was oft keinen hygienischen Eindruck vermittelt. Fliegen umschwirren das Fleisch auf dem Marktplatz.
  • Wir haben zwei leckere Gerichte kennengelernt: Lok Lak, eine Art Rindfleischgeschnetzeltes, serviert zusammen mit einer leckeren Sauce aus schwarzem Pfeffer, Salz und Limettensaft. Das andere gericht heißt Amok und wird mit Chicken, Shrimps oder Beef serviert und ähnelt einem Curry. Außerdem gibt es viel internationale Küche.
  • Im Land und auf der Insel wehte, jahreszeitlich bedingt, ein stetiger Wind, den wir so nicht aus Thailand kennen. Das Klima war deshalb etwas angenehmer, vergleichbar mit europäischem Sommer. Natürlich hält das die Busfahrer nicht davon ab die Klimaanlage auf 18°C zu drehen, und das trotz mehrmaligem Bittens auch nicht zu ändern.

Zurück in Thailand

Gestern früh um 7 galt es den Kutter Richtung Festland zu nehmen und die Reise zurück nach Thailand anzutreten. Zunächst sind wir mit dem Tuk Tuk in den kleinen Küstenort Kampot gebracht worden, um dort am hektischen Busterminal in ein größeres Gefährt verfrachtet zu werden. In Kampot haben sich die Wege unserer Viererreisegruppe getrennt: Jan und Robert sind nach Phnom Penh abgereist von wo sie hoffentlich mit dem Flieger nach Kuala Lumpur weiterreisen können, um ihren umgebuchten Emirates-Flug zu bekommen. Marci und ich sind mit dem Minibus über eine gut ausgebaute aber wenig befahrende Straße in Richtung Trat (Thailand) gefahren, wo wir gerade im Internetcafé sitze. Übrigens erstaunlich, dass 17 Personen (wir als einzige Ausländer) in einen für vielleicht zwölf Mann ausgelegten Minibus Platz finden. Auf unserer Fahrt haben wir sogar ein Gefährt mit schätzungsweise 22 Personen überholt. Leere Fahrzeuge gab es nicht.

Die Pläne für die verbleibenden Tage sehen wie folgt aus: In ein paar Stunden nehmen wir einen Bus in Richtung Khao Yai National Park um drei oder vier Tage in der Natur zu verbringen: Khao Yai beherbergt u. a. Elefanten und Tiger im größten verbliebenen Stück natürlichen Regenwald in Asien. Danach geht es weiter nach Bangkok um unsere dort gelagerten Sachen zu holen und mit Anthony, Rita und Agnes essen zu gehen. Da nach unseren letzten Informationen die Flüge von Emirates erst am 13.12.2008 wieder normal verkehren, nehmen wir anschließend den Zug nach Kuala Lumpur durch das südliche Thailand.

Auf dem Weg nach Phnom Penh

Posted in Thailand, Cambodia 2008 at Thursday, November 27, 2008 4:39 AM W. Europe Standard Time

Oder: Peng Peng, unser Kosename der Stadt.

Eine weitere Busreise und wir sind in Phnom Penh eingetroffen. Die Fahrt ging vorbei an schier endlos wirkenden Reisfeldern (sowohl als Schlammfeld, Setzlinge und in reifendem Zustand) diesmal sogar auf einer Asphaltstraße. Das "bisschen" Asphalt macht den Unterschied, plötzlich müssen die Menschen nicht mehr im roten Dreck leben und können vergleichsweise mehr Hygiene genießen, auch wenn sie meist in Holzhütten auf Stelzen oder in einfachen Verschlägen wohnen. Auch Schulen gibt es einige, erkennbar an den Schulkindern die nachmittags in weißen Blusen und Hemden den Heimweg auf dem Rad antreten.

Die Ackerflächen werden etwas diversifizierter genutzt, so wird nicht nur Reis angebaut, sondern auch Fischzucht betrieben und Gemüse angepflanzt. Tiere wie Hühner, Hunde, Rinder, klein erscheinende Katzen und (wenige) Pferde scheinen sich selbst zu versorgen, sie laufen frei herum und bedienen sich auch schon mal am Reisfeld, wenn es nicht brusthoch mit Wasser gefüllt ist. Durch die fruchtbaren Schlämme des Tonle Sap kann oft sogar zwei mal pro Jahr geerntet werden.

Das Fortbewegungsmittel Nummer 1 auf dem Land und in der Stadt ist nach wie vor das Moped das gern unter 30 km/h gefahren wird. Der Busfahrer hat sich um Programm bemüht, so wurde fast jeder Mopedfahrer mit mehrfachem Hupen "begrüßt". (Hupen wird als Signalzeichen genutzt: Achtung, hier komme ich.) Während der Fahrt gab es zwei DVDs mit lokalen Programm zu genießen: Zunächst Karaoke-Schmalz-Videos eines kambodschanischen Jugendstars, anschließend ein 3-Stunden-Epos über den Werdegang eines kleinen Jungen mit Quietschstimme zum Lehrer einer geheimnisvollen Kunst (mehr habe ich nicht verstanden). Es war noch etwas Zeit bis zur Ankunft, und so wurde der Popstar ein zweites Mal eingelegt.

Unterwegs wurden ein paar Stops an Busstationen eingelegt, die wir selbst wahrscheinlich nie als solche identifiziert hätten. So diente einmal ein selbstgemaltes Busschild als Haltestellenzeichen, ein ander Mal saß einfach jemand da, der sich durch Gestikulieren um das Anhalten den Busses kümmerte.Bei diesen Stops wurden und Snacks dargeboten, u.a. auch gegrillte handtellergroße Spinnen, von denen wir aber noch nicht probiert haben.

Siem Reap und Angkor Wat

Posted in Thailand, Cambodia 2008 at Tuesday, November 25, 2008 5:20 PM W. Europe Standard Time

Die Reise von Trat nach Siem Reap, der Stadt direkt vor der riesigen Khmer-Tempelanlage Angkor Wat, Weltkulturerbe und in mehreren Etappen um das Jahr 1000 erbaut, lief recht angenehm per Privat-Jeep. Bis zur Grenze. An der Grenze angekommen haben uns die freundlichen Thai-"Schleußer" den Grenzübertritt mehrfach erklärt und uns in kleinen Gruppen zu 4 Personen über die Grenze geführt. Angekommen auf der kabodschanischen Seite fiel zunächst auf, dass bei Jan ein Thai-Stempel im Pass fehlte. Also schnell zurück und den blauen Abdruck nachgeholt. Zwischen den Grenzen, im Niemandsland, wurde eine stattliche Anzahl von Kasinos erbaut, die auch gern von Thais genutzt wird (Glücksspiel ist in Thailand verboten).

In Kamboscha fiel uns sofort die miese Qualität der, nennen wir es mal so, Straßen ins Auge. Diese bestehen im wesentlichen aus Schlaglöchern, Staub und Müll. Auf einer solchen ging es im Anschluss 6 Stunden im Bus nach Siem Reap. Das noch in Thailand als Air-Con Bus angepriesene Gefährt entpuppte sich als lokaler Bus, mit "Fenster-Air-Con". Die Straße wird zwar an einigen Stellen gebaut, den Großteil ging es aber über eine holprige rote Staubpiste, die sich beim Regen in entsprechenden Matsch verwandelt hat. Wenige Meter von der Straße wohnen Menschen unter der permanenten Staubwolke in ihren einfachen Verschlägen und bepflanzen die weiten Reisfelder links und rechts der Straße. Trotz aller Widrigkeiten war diese Reise ein Heidenspaß, zumal wir uns samt Gepäck in der letzten Sitzreihe platziert haben.

In Siem Reap sind wir ins Guest House "Hilton" eingecheckt (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Hotelkette :). Es liegt zwar etwas außerhalb der Kneipenmeile Psah Char, bietet aber einen kostelosen Tuk Tuk-Shuttleservice in die Innenstadt. Wir haben auch den Guide John an de Hand bekommen der recht gut Englisch spricht und uns ein paar Dinge gezeigt hat. Siem Reap selbst ist keine schöne Stadt, auf mich wirkt sie vielmehr als Touristenschleuße. Siem Reap - Angkor Wat anschauen - und schnell wieder weg. So werden wir es auch halten, nach einem Tag Tempelgucken (zusammen mit Unmengen vornehmlich japanischer Touristen) haben wir genug und fahren morgen weiter nach Phnom Penh. Entgegen unserer Pläne haben wir uns gegen das Boot auf dem Tonle Sap und für den Bus entschieden. Das Speed Boat kostet mit US$35 sechs mal so viel wie der Bus und man sieht nicht so viel vom Land und den Leuten.

Trat

Posted in Thailand, Cambodia 2008 at Sunday, November 23, 2008 2:45 PM W. Europe Standard Time

Ko Mak, ich werde dich vermissen. Die Zeit des Nichtstun ist vorerst vorbei. Den letzten Tag auf der Insel haben wir wie geplant mit einer Fahrt mit dem Moped beschlossen. Dabei sind wir ziemlich gut rumgekommen und durften u. a. Neubauten (Hotels für Touristen) anschauen. Das thailandische Bauarbeitervolk hat dabei nicht viel zu lachen, ihre Bretterbuden liegen direkt an der Baustelle, quasi inmitten von rotbraunem Staub und Baustellenschutt. Dennoch war es ein schöner und spaßiger Ausflug, wir sind an einsamen Ständen mit Hütten vorbei gekommen und haben uns den Sonnenuntergang mit seinem riesigen roten Feuerball aus einer anderen Inselperspektive bestaunt. Inklusive Stromausfall beim Bezahlen der Tankrechnung. 

Anschließend ging es weiter mit einem opulenten Abendmal mit Seafood das tagsüber noch im Wasser schwamm. Gut gesättigt haben wir den Abend in der Strandbar von Yuu, einer 25-jährigen Bangkokerin verbracht. Sie kommt nur während der Saison nach Koh Mak und arbeitet die anderen sechs Monate im Büro in der Hauptstadt. Yuu wohnt mit Ihrem Kumpel Pone, einem verrückten und ziemlich faulen (O-Ton "Oh nooo, tooo much work!")  Musiker, u. a. Trompete, in der ersten Etage ihrer luftigen Strandbar. Als Pone vom Bier übermannt auf dem Boden eingeschafen war, durften wir alle an die Wasserfarbe und ihn bepinseln. Einige unserer Kunstwerke (aus meiner Feder: "Lazy Dude") haben ihm gut gefallen, und so durften wir sie heute auf dem Speed Boat gen Festland bei Tageslicht bewundern. Der Abend war für uns alle eine schöne Erfahrung gewesen, vor allem weil es uns gelang mit den Locals eine gutes Gespräch zu führen, in dem auch heikle Themen, bspw. die korrupte Polizei, angeschnitten wurden.

Nach diesem wunderschönen letzten Abend auf dem kleinen Eiland befinden wir uns nun um die Ecke des Nachtmarkts in Trat. Trat ist eine kleine Stadt im Südosten am Golf von Thailand gelegen. Kurtz vor 21 Uhr sind noch 30 Grad draußen, und keine Besserung durch Wind in Sicht. Morgen bringt uns der Bus nach Siem Reap in Kambodscha. Ich bin gespannt.

Ko Mak

Posted in Thailand, Cambodia 2008 at Friday, November 21, 2008 12:40 PM W. Europe Standard Time

Nach einigen Stunden Busfahrt und einem einstündigen Trip mit dem Speedboat sind wir vorgestern auf Ko Mak angekommen. Das Guest House "Monkey Island" (vermutlich heißt dessen Chef Guybrush Threepwood) war so freundlich uns zwei kleine Hütten gegen Entgeld zur Verfügung zu stellen, die alles bieten was der Traveller braucht. Genau genommen ist in den letzten beiden Tagen nicht viel passiert, das ruhige Inselleben hat uns in seinen Bann gezogen. Die Zeit fließt dahin, die Sonne brennt und Abends kommt das Viehzeug aus den Löchern. :) Hier gibt es neben Mücken und 15 cm langen Tausendfüßlern auch Zikaden die mit einer einheimischen Kröte eine Art Symbiose gebildet zu haben scheinen haben. So konnten wir gestern Abend einen Kröte am Eingang einer Zikadenhöhle (in der Größe eines Mauselochs) beobachten, der sich, unter unserer Beobachtung befindend, in die Behausung der Zikade verkrochen hat. Tags zuvor wurde jener Frosch an selbigem Eingang Wache haltend vorgefunden.

Heute habe ich mir eine Fußmassage mit einer Art Pfefferminzpaste (ein herrlicher Duft) in einer kleinen Holzhütte 2 Meter neben der Brandung gegönnt. Gegen Ende hat die thailändische Masseurin in ganzheitlicher Manier sogar meinen Rücken bearbeitet.

Morgen geht's mit dem Moped einmal quer über die Insel. Auf diese Weise zahlt sich nun endlich auch das Üben mit der S51 auf dem Feld in OGD in meiner Jungend aus.

Unsere Pläne für die restlichen Urlaubstage haben sich indes weiter gefestigt: Wir reisen übermorgen per Minibus nach Norden nach Siem Reap und nehmen uns ein paar Tage für Angkor Wat Zeit. Danach soll uns das Boot über den Tonle Sap, den größten Süßwassersee der Region, nach Phnom Penh bringen. Anschließend geht es weiter ins südliche Kep wo uns Rita die Rabbit Islands empfohlen hat.

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